BRIEF_KASTEN
Mut und Hartnäckigkeit wird dem Vertreter des Yanomami-Stammes zugeschrieben und das drückt sich auch in seinem Namen aus: Kopenawa heißt Hornisse. Der um 1956 im brasilianischen Amazonasgebiet geborene Schamane tritt für die Rechte seines Stammes und anderer indigener Völker ein, vor allem um die Rechte auf jenes Land, das ihnen beim Abbau von Bodenschätzen weggenommen wird. Mit seinem Auftreten seit den 1980er Jahren, mit seinem beständigen Hinweis auf die Lage seines Stammes auch international und der Gründung der Organisation Hutukara gilt der verheiratete Indigenen-Vertreter weltweit als ein glaubwürdiger Mahner.
Das Leben des Kooperationspartners der katholischen Adveniat-Stiftung ist geprägt von den Eingriffen des Westens. In den 1950er und 1960er Jahren starben viele Yanomami durch von vermeintlichen Helfern eingeschleppte Krankheiten, darunter auch Kopenawas Mutter. Goldfunde bedrängen die Yanomami weiter, bis hin zu einem Massaker an 16 Menschen 1993. Auch Kopenawa kennt Morddrohungen. Am Einsatz der „Hornisse“ für sein Volk sowie seiner Mahnung gegen ungezügeltes Besitzstreben haben sie aber nichts geändert.
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