In der Reihe Kunst & Geschichte_n stellt Experte Lothar Schultes Persönlichkeiten vor, die in Kunst und Geschichte wichtige Spuren in Oberösterreich hinterlassen haben.
Die abschlossene Reihe "alt & kostbar" finden sie hier.
„Musik hat das Potenzial, das Verbindende hervorzuheben und dazu zu ermutigen, einander zuzuhören und aufeinander zuzugehen“, betonte Bischof Manfred Scheuer bei der Präsentation des Festivalprogramms. Festivalleiter Martin Haselböck zitierte den Satz „Nulla salus bello. Pacem te poscimus omnes!“ (Durch Krieg entsteht kein Heil. Dich bitten wir allen um den Frieden!). Dieses Vergil-Zitat verwendete der Schriftsteller und Komponist Johann Beer in seinem Antikriegsgesang. Im Jahr 1655, nur eine Generation nach dem OÖ. Bauernkrieg im Attergau geboren, musste er als Protestant das Land verlassen. In seine Texten, und seiner Musik haben die Konflikte und die Friedenssehnsucht im 17. Jahrhundert Eingang gefunden. Sie werden bei mehreren Veranstaltungen des Festivals zu hören sein, der eingangs zitierte Gesang „Nulla salus bello“ etwa am 8. August im Rahmen eines Konzerts in Schloss Kammer. Am Vortag gibt es zu Beer in Attersee/A. einen Vortrag und ein Konzert mit Lesung.
Dass heuer der 800. Todestag von Franz von Assisi und der 140. Todestag von Franz Liszt sind, greift das Festivalprogramm mit der Aufführung von Liszts Vertonung des Sonnengesangs des Heiligen aus Assisi für Bariton und Orgel in einem Konzert am 24. Juli auf. Die Festmesse zum Konrad-Fest am 2. August in Oberwang wird im TV und im Radio übertragen. Zur Aufführung kommt die Missa «L’homme armé» von Palestrina. Am Vorabend gelangen in einem Konzert Werke der Gregorianik, der Renaissance und der Gegenwart zum Thema „Da pacem – Rufe nach Frieden“ zum Vortrag.
Zu den weiteren Höhepunkten des Festivals, das am 31. Mai startet und bis zum 15. August dauert, gehört die Vorführung des expressionistischen Stummfilms „Das Cabinet des Dr. Caligari“ von Robert Wiene (1920) mit Orgelbegleitung durch David Franke in der Pfarrkirche Bad Ischl (17. Juli). Der Bariton Thomas Hampson wird mit Schauspieler August Zirner am 25. Juli aus dem Briefroman „Adressat unbekannt“ von Kathrine Kressmann Taylor lesen.
Insgesamt prägt der Ruf nach Frieden das ganze Festival, das vom Land Oberösterreich und von der Diözese Linz unterstützt wird. Es sei daher mehr als eine reine Konzertreihe, betonte Landeshauptmann Thomas Stelzer bei der Präsentation des Programms.
Infos/Termine/Tickets: www.kirchklang.at
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