
Mit 20,8 Prozent wurde die „Alternative für Deutschland“ bei der heurigen deutschen Bundestagswahl zweitstärkste Partei. Angesichts ihrer ideologischen Ausrichtung wird seit geraumer Zeit diskutiert, ob eine politische Zusammenarbeit mit ihr möglich ist und wie mit Parteimitgliedern umgegangen werden soll. Das gilt auch für den kirchlichen Bereich: Die deutschen Bischöfe warnen eindringlich vor der AfD. Erst kürzlich hat das Kolpingwerk in Deutschland festgestellt: Wer Mitglied in der AfD ist, kann künftig nicht gleichzeitig Kolpingmitglied sein.
Das liegt unter anderem am Thüringer AfD-Chef Björn Höcke. In seinem Buch schildert der deutsche Journalist Frederik Schindler den Weg des ehemaligen Lehrers in die Politik, seine extrem rechte Gesinnung und seinen steigenden Einfluss in der AfD. Am Schluss resümiert Schindler, dass Abgrenzung von der AfD allein nicht reiche. „Wenn die anderen Parteien Wähler von der AfD zurückholen wollen, müssen sie gute Politik machen.“
Eine Lehre, die zweifellos nicht auf Deutschland beschränkt ist.

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