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Die Wiener Politologin Margit Appel stellte dabei als Hauptreferentin deutliche Entwicklungen fest: Während die Staatsverschuldung an ihre Grenzen stieß, wurde das Vermögen der Reichen immer größer. Gleichzeitig waren mehr Menschen armutsgefährdet. Besonders betroffen waren Frauen mit Kindern, niedriger Bildung und jene, die in ländlichen Gebieten wohnten. Berufstätige Frauen verdienten im Durchschnitt knapp 30 Prozent weniger als Männer. Teilzeitarbeit, die viele Frauen annahmen, um Familie und Beruf zu vereinbaren, trug auch damals schon maßgeblich zur finanziellen Benachteiligung der Frauen bei, ebenso wie geringere Leistungen bei Arbeitslosengeld, Notstandshilfe und Pension. 20 Prozent der Frauen arbeiteten Mitte der 1990er-Jahre in Teilzeit, im Vergleich zu nur rund 1,6 Prozent der Männer (zum Vergleich: Im Jahr 2024 waren es über 50 Prozent bei den Frauen und ca. 12 Prozent bei den Männern). Hinter der Armutsgefährdung von Frauen steht eine ungerechte Verteilung von Arbeit, Einkommen und Verantwortung. „Männer haben die Mehrheit an Einkommen, Besitz und Entscheidungsmacht, Frauen stellen die Mehrheit bei ehrenamtlichen Arbeiten, Familien- und Beziehungsarbeit“, formulierte es die Kirchenzeitung.
Würde sich etwas ändern, würden Männer die unbezahlten „Frauenarbeiten“ leisten? „Nein“, sagte Appel. Es brauche stattdessen eine grundlegende Veränderung der wirtschaftlichen Verhältnisse. Forderungen wie die Vorrangstellung von Lebensqualität vor bloßem Wirtschaftswachstum, neue Definitionen des Arbeitsbegriffs und ein Grundeinkommen ohne Arbeit würden vor diesem Hintergrund logisch erscheinen.
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