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Hintergrund war die bevorstehende Volkszählung im Mai 2001, deren Ergebnisse die Verteilung der Mittel aus dem Finanzausgleich bestimmen sollten. Maßgeblich für die Mittelvergabe war auch schon damals der Hauptwohnsitz. Das hatte ein heftiges Werben um die Bürger:innen zu Folge. „Immer skurrilere Formen nehmen die Einwohner-Abwerbeaktionen vor der Volkszählung 2001 an“, ärgerte sich der Klubobmann der ÖVP im oberösterreichischen Landtag, Josef Stockinger. Der Linzer Bürgermeister Franz Dobusch rechnete indes vor, dass die Landeshauptstadt in vielen Bereichen Aufwand habe, den andere Gemeinden so nicht haben würden. Pro Studienplatz etwa habe Linz 75.000 Schilling zugeschossen. Das Defizit des Allgemeinen Krankenhauses der Stadt Linz (heute Teil des Kepler Universitätsklinikums) würde 150 Millionen Schilling betragen; hier wären aber 70 Prozent der Patienten nicht aus Linz.
Durch die Abwanderung von etwa 15.000 Hauptwohnsitzen drohten der Stadt große Verluste. Der Streit drehte sich also im Kern um die Frage, ob große Städte oder dünner besiedelte Landgemeinden mehr Geld brauchen. „Es ist unbestritten, dass eine Landeshauptstadt mehr Aufwand hat. Doch den größten Bedarf hat eine Wachstumsgemeinde“, sagte Josef Stockinger. Er wollte, dass die Fläche einer Gemeinde als Bewertungskriterium für den Anteil aus dem Finanzausgleich herangezogen wird. Bürgermeister Franz Dobusch schlug als Ausweg aus dem „Volkszählungsstreit“ vor, dass auch Nebenwohnsitze berücksichtigt werden sollten, etwa mit dem halben Gewicht der Hauptwohnsitze. „Beide Vorschläge haben die Parteien schon vor längerer Zeit eingebracht. Sie wurden wechselseitig abgelehnt“, fasste die Kirchenzeitung die Situation zusammen.
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