REZEPT_
Max wachte auf und alles schien grau zu sein. Der Himmel war wolkenverhangen, die Bäume sahen traurig aus, und sogar sein Frühstück schmeckte fade. Er seufzte tief. „Warum fühle ich mich heute so traurig?“, murmelte er.
Draußen tropfte der Regen leise von den Dächern, und Max zog seine Jacke an, um spazieren zu gehen. Auf dem Weg durch den Garten fiel sein Blick auf ein kleines Samenkorn, das gerade in die Erde gesteckt worden war. „Siehst du das, Max?“, rief seine Oma von der Veranda. „Manchmal liegt etwas still und unscheinbar da – und irgendwann wächst daraus etwas Schönes.“
Max kniete sich hin und betrachtete das Samenkorn. Er dachte an Ostern: an Jesus Christus, der gestorben war und doch wieder lebendig wurde. Plötzlich fühlte Max ein warmes Licht in seinem Herzen. Vielleicht war es Hoffnung – ein Gefühl, das auch an grauen Tagen wachsen konnte.
Langsam kam die Sonne durch die Wolken, und ein kleiner Regenbogen spannte sich über den Garten. Max lächelte. „Auch traurige Tage müssen nicht bleiben“, flüsterte er. „Irgendwann kommt wieder Freude.“
Er ging zurück ins Haus, fühlte sich leichter und beschloss, etwas Schönes zu tun: ein Bild malen, seiner kleinen Schwester helfen oder einfach nur lachen. Und während er so nachdachte, wusste er: Hoffnung kann man immer finden – manchmal an den kleinsten Orten, manchmal in einem Samenkorn und manchmal in der Geschichte von Ostern.
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