Lukas Pallitsch, Dr., PhD, ist Universitätsassistent (post-doc) am Institut für Religionspädagogik und Katechetik an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Wien sowie Beauftragter der Diözese Eisenstadt für den christlich-jüdischen
„Wir fordern die Wahlsieger auf, die Landesverfassung sowie das Grundgesetz uneingeschränkt zu achten und die Würde aller Menschen unabhängig von Herkunft, Religion, Lebensweise, Leistung oder Position zu wahren“, heißt es in einer gemeinsamen Erklärung der katholischen Deutschen Bischofskonferenz, der Evangelischen Kirche in Deutschland und der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen.
Die Kirchen kündigten an, das politische Handeln der künftigen Landesregierung genau zu beobachten und kritisch zu begleiten. „Wir werden nicht wegsehen und wir werden nicht schweigen, wenn die Würde des Menschen verletzt, unsere Demokratie aufs Spiel gesetzt oder der Rechtsstaat ausgehöhlt wird“, heißt es in der Erklärung. „Wir werden auch weiterhin alles, was unsere Demokratie trägt, unterstützen und zum Zusammenhalt der Gesellschaft beitragen. Dafür bedarf es vor allem auch Orten des Zusammenseins, des Dialogs und der Verständigung.“ Hier hätten die demokratischen Parteien einen Auftrag, aber auch die Kirchen könnten wichtige Begegnungsorte sein. Das Wahlergebnis zeige, wie groß die Unzufriedenheit und der Vertrauensverlust seien, teilten die Kirchen mit: „Das ist ernst zu nehmen.“
Unverändert bleibe aber, wie viele Hunderttausende Menschen sich in Sachsen-Anhalt und bundesweit Tag für Tag umeinander kümmerten, Verantwortung übernähmen und das Gemeinwesen trügen. „Ihre Zuversicht, ihre Hilfsbereitschaft und ihren Einsatz wollen wir weiter sichtbar halten und stärken.“
Der Zentralrat der Juden zeigte sich schockiert über das Wahlergebnis: „Eine als gesichert rechtsextremistisch eingestufte Partei ist in einem deutschen Bundesland nur knapp von der Alleinregierung entfernt“, sagte Präsident Josef Schuster. Er sei persönlich entsetzt. „Über die letzten Monate war klar ersichtlich, welche Ziele die AfD verfolgt. Wer sie heute gewählt hat – trotz oder wegen dieser Ziele –, trägt die Verantwortung für dieses Ergebnis.“ Der Schaden, den die AfD „jetzt anrichten würde, wenn sie in Verantwortung gelangt, ist immens“.

Lukas Pallitsch, Dr., PhD, ist Universitätsassistent (post-doc) am Institut für Religionspädagogik und Katechetik an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Wien sowie Beauftragter der Diözese Eisenstadt für den christlich-jüdischen
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