Lukas Pallitsch, Dr., PhD, ist Universitätsassistent (post-doc) am Institut für Religionspädagogik und Katechetik an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Wien sowie Beauftragter der Diözese Eisenstadt für den christlich-jüdischen
Die Auswirkungen einer AfD-Regierung wären „verheerend“, sagte der katholische Magdeburger Bischof Gerhard Feige der „Herder Korrespondenz“.
Die AfD ist in Sachsen-Anhalt vom Verfassungsschutz als gesichert rechtsextrem eingestuft und liegt in Umfragen bei rund 41 bis 42 Prozent.
Besonders kritisch sieht Feige die Folgen für die Kirchen. Das AfD-Wahlprogramm sehe „enorme Einschnitte bei den Kirchen vor“. Er könne deshalb nicht nachvollziehen, dass manche Menschen eine AfD-Regierung zunächst „ausprobieren“ wollten. Es sei keineswegs sicher, dass die Partei nach einer Regierungsperiode wieder abgewählt werde, betonte der Bischof.
Christliche Politik sei laut Feige nicht auf eine Partei festgelegt: Das Christliche habe verschiedene Facetten. Es könne konservativ, liberal, sozial, ökologisch, lokal oder universal sein, „nur eben nicht extremistisch“.
Auch die Fundamentaltheologin Hildegund Keul warnt auf „feinschwarz.net“ vor möglichen Folgen. Die Theologin analysierte einen Wahlkampf-Flyer der AfD in Sachsen-Anhalt, auf dem die Partei die Kirchen in KI-generierten Bildern als vom Teufel gesteuert darstellt. Mittels Unheilsdrohung durch Dämonisierung versuche die AfD, ihrer Anhängerschaft klarzumachen, dass sie der Rettung durch charismatisch-autoritäre Herrschaft bedarf.
Charismatische Herrschaft wiederum lebe von einer Mission, die als göttlich propagiert werde. Die AfD beanspruche für sich, das Christentum gegen die Kirchen zu verteidigen. Auch könnten Fördergelder für kirchliche Einrichtungen künftig an politische Bedingungen geknüpft werden.
Theologin Keul konkretisiert: „Nichts zum Klimawandel, keine Gendergerechtigkeit und um Himmels willen nichts Positives über Migrant:innen.“ Kirchen, Caritas und Diakonie müssten sich dann möglicherweise inhaltlich „selbst entkernen“, um Förderungen zu erhalten. Keul sieht darin den Versuch, einen Rechtsruck christlicher Einrichtungen und Bewegungen zu erzwingen.

Lukas Pallitsch, Dr., PhD, ist Universitätsassistent (post-doc) am Institut für Religionspädagogik und Katechetik an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Wien sowie Beauftragter der Diözese Eisenstadt für den christlich-jüdischen
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