Lukas Pallitsch, Dr., PhD, ist Universitätsassistent (post-doc) am Institut für Religionspädagogik und Katechetik an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Wien sowie Beauftragter der Diözese Eisenstadt für den christlich-jüdischen
Gabriel Romanelli, Pfarrer der einzigen römisch-katholischen Gemeinde in Gaza, spricht von einer Situation, für die selbst das Wort „katastrophal“ nicht mehr ausreiche. „Die Menschen leben mit nichts“, sagt der aus Argentinien stammende Priester. Vorrang hätten der Wiederaufbau und die Versorgung mit lebensnotwendigen Gütern.
Besonders dramatisch sei die Treibstoffknappheit. Ein Liter Diesel koste rund 13 US-Dollar, vielerorts werde ein minderwertiger Ersatztreibstoff verwendet, der Fahrzeuge und Generatoren beschädige. Viele Autos der Pfarre seien bereits ausgefallen. Dabei seien Transportmittel unverzichtbar, um Kranke zu versorgen oder Hilfsgüter zu verteilen.
Wie prekär die Lage bleibt, zeigt auch ein israelischer Luftangriff nahe dem christlich geführten Al-Ahli-Arab-Krankenhaus in Gaza-Stadt. Nach Angaben der katholischen Hilfsorganisation CNEWA galt der Angriff einem benachbarten Wohnhaus, beschädigte jedoch Fenster, Türen und einen Aufzug der Klinik. Verletzt wurde dort niemand, doch Patienten und Personal standen erneut unter Schock.
Die medizinische Versorgung bleibt trotz der Waffenruhe vom Oktober 2025 kritisch. Es fehlt an Medikamenten, Ausrüstung und Treibstoff, viele Menschen warten auf Operationen oder Spezialbehandlungen außerhalb des Gazastreifens. Der Jerusalemer Lateinische Patriarch Pierbattista Pizzaballa verwies zuletzt besonders auf das Schicksal von Krebspatienten. Zugleich unterstützt der Malteserorden mit internationaler Hilfe, auch aus Österreich, den Aufbau einer neuen Klinik.
Pfarrer Romanelli dankte Papst Leo XIV. für dessen anhaltende Unterstützung und Friedensappelle. Trotz der dramatischen Lage gebe er die Hoffnung nicht auf: „Auch wenn der menschliche Horizont sehr düster erscheint, bleibt ein Funken Hoffnung auf Frieden zwischen Palästina und Israel.“

Lukas Pallitsch, Dr., PhD, ist Universitätsassistent (post-doc) am Institut für Religionspädagogik und Katechetik an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Wien sowie Beauftragter der Diözese Eisenstadt für den christlich-jüdischen
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