Reinhard Macht ist ehrenamtlicher Diakon im SR Jenbach-Münster-Wiesing und Gemeindeberater in der Diözese Innsbruck.
Indes rechtfertigte Tirols Bischof Reinhold Stecher seine Kritik am Papst wegen des harten Zölibatskurses des Vatikans.
Im Jänner 1998 berichtete die Kirchenzeitung über eine Neuerung in Wernstein. Die im Bezirk Schärding gelegene Pfarre hatte damit begonnen, alle Sonn- und Feiertagsmessen live im Kabelfernsehen zu übertragen. Die Zielgruppe der Übertragungen war dabei eindeutig definiert.
„Durch die Übertragung will die Pfarre ein Zeichen setzen, daß Kranke, Alte, Behinderte, Mütter/Väter mit Kleinkindern nicht ausgeschlossen sind und via Bildschirm in der Pfarrfamilie integriert sein können“, stand in der Kirchenzeitung. In einer eigenen Predigt hatte der Pfarrer darauf hingewiesen, dass die Bildschirmmessen kein Ersatz für die Teilnahme an der Messe in der Kirche sein können.
Zudem solle man die Messen nicht bloß im Fernsehen anschauen, sondern richtig mitfeiern von zu Hause aus. In diesem Sinne schuf die Pfarre Wernstein die Möglichkeit für die Daheimgebliebenen, nach der Fernsehmesse die Hauskommunion zu empfangen.
Ebenfalls Thema in einer Jännerausgabe vor 25 Jahren war die Kritik des damaligen Tiroler Bischofs Reinhold Stecher am strengen Kurs des Vatikan. Ihn störte, dass Priester auf Anordnung des Papstes zehn Jahre lang warten mussten, bis ihre Ansuchen, vom Zölibatsversprechen entbunden zu werden, überhaupt behandelt wurden.
Das sei unbarmherzig, fand Bischof Stecher. Er reagierte auch auf den Vorwurf, dass ihn diese Kritik zum „Papstbeschimpfer“ mache. „Mein ,Verbrechen‘ bestand darin, daß ich gewagt habe, dieselben Worte, die Jesus an Petrus gerichtet hat (auf die Frage, wie oft soll ich verzeihen), an den Petrus von Heute zu richten.“

Reinhard Macht ist ehrenamtlicher Diakon im SR Jenbach-Münster-Wiesing und Gemeindeberater in der Diözese Innsbruck.
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