Reinhard Macht ist ehrenamtlicher Diakon im SR Jenbach-Münster-Wiesing und Gemeindeberater in der Diözese Innsbruck.
„Als geistliche Frauen setzen wir uns für Frauen in schwierigen Lebenssituationen ein“, sagte Sr. Teresa Hametner im November 2002 gegenüber der KirchenZeitung. Viele Menschen würden instinktiv spüren, erklärte die Ordensfrau, dass ein Kloster ein Ort der Kraft sei. Denn immer wieder würden Frauen bitten, im Kloster Vöcklabruck mitleben zu dürfen und hofften, dass sie während dieser Zeit Tritt fassen könnten.
Die Franziskanerinnen sahen in diesen Anfragen eine Herausforderung an ihren Auftrag. Ihre Antwort war die Gründung des Hauses Lea in Obertalheim, einer beschaulichen Ortschaft bei Timelkam. Der Name des Projekts nahm auf die Bibel Bezug. Von Lea, der wenig geliebten Frau des Jakob, heißt es im Buch Genesis, dass ihre Augen matt waren. „Wir wollen, dass die Augen der Frauen wieder zu glänzen beginnen“, erzählte Sr. Teresa Hametner, die gemeinsam mit Sr. Hiltrud Bittermann ab Jänner 2003 das Haus Lea bewohnen sollte. Angelpunkt des Hauses Lea war das gemeinsame Leben mit einem festen Tagesablauf. Sr. Teresas Überzeugung: „Die klösterliche Struktur ist heilsam.“ Die Frauen fanden zudem Gesprächsbegleitung bei den Schwestern und wenn notwendig, Hilfe bei Psychotherapeutinnen. Dieses Umfeld sollte den Frauen helfen – in Eigenverantwortung und Selbstbestimmung – innerhalb eines halben Jahres wieder Perspektiven für ihre Zukunft zu finden.
2019 wurde das Haus Lea geschlossen. Mit dem Quartier 16 eröffneten die Franziskanerinnen jedoch im Herbst 2021 ein Nachfolgeprojekt, das nun im Zentrum von Vöcklabruck gelegen ist. « P. S.

Reinhard Macht ist ehrenamtlicher Diakon im SR Jenbach-Münster-Wiesing und Gemeindeberater in der Diözese Innsbruck.
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