Maria Fischer studierte Theologie und Philosophie. Sie ist Pastoralvorständin der Pfarre TraunerLand in der Diözese Linz.
In einer Gesprächsrunde stellte Hans-Jürgen Brunner als Vertreter der Neuapostolischen Kirche, die erstmals beim Ökumeneempfang vertreten war, seine Gemeinschaft vor und sprach von der Wichtigkeit der Ökumene für seine Kirche, da sie den Blick weite für die eigentliche Kirche Jesu.
Der koptisch-orthodoxe Vertreter Antonius Abusif von der Koptisch-orthodoxen Kirche charakterisierte seine Glaubensgemeinschaft als Kirche der Märtyrer und der Hymnen, deren Melodien bis in die Tradition der Pharaonen zurückreiche.
Der Präsident der Gesamtstiftung von „Pro Oriente“, Botschafter in Ruhe Alfons M. Kloss, betonte, dass in Oberösterreich die Kirchen in regem Austausch stünden und das Bundesland in der Ökumene als Vorbild betrachtet werden könne.
Superintendent Gerold Lehner von der Evangelischen Kirche A. B. zeigte auf, dass sich seine Kirche in einer ähnlichen Situation wie die katholische Schwesterkirche befinde. Es gebe auch in der Evangelischen Kirche in Oberösterreich Personal- und bald zu erwartende Finanzsorgen. Eine Strukturdebatte sei daher angelaufen.
Vermutlich werde man in den insgesamt 34 oberösterreichischen Pfarrgemeinden fünf bis sechs Pfarrstellen einsparen müssen, erklärte Lehner: „Die Kirche wird vielfältiger und weniger geregelt werden. Ich hoffe, dass dabei die Einheit nicht verloren geht.“
Die große Zeit der Ökumene ist für den Superintendenten nicht vorbei, obwohl manches verpasst wurde. Er bedauert noch immer, das im Reformationsjahr 2017 kein gemeinsames Abendmahl mit der katholischen Kirche möglich war. Dass in Oberösterreich aber trotz allem großes Vertrauen zwischen evangelischer und katholischer Kirche besteht, zeigt die Initiative zum gemeinsamen Religionsunterricht.
„Dort, wo die einzelnen Kirchen zuwenig Religionslehrer:innen haben, vertrauen wir einander unsere Kinder an“, erklärte Lehner: „Natürlich im Einverständnis mit Eltern und Kindern.“ An zehn ausgewählten Standorten will man diesen Schritt nun erproben.

Maria Fischer studierte Theologie und Philosophie. Sie ist Pastoralvorständin der Pfarre TraunerLand in der Diözese Linz.
Turmeremitin Birgit Kubik berichtet über ihre Woche in der Türmerstube hoch oben im Mariendom Linz >>

Die KIRCHENZEITUNG bietet vielfältige Angebote für Pfarren:
Jetzt die KIRCHENZEITUNG 4 Wochen lang kostenlos kennen lernen. Abo endet automatisch. >>