Maria Fischer studierte Theologie und Philosophie. Sie ist Pastoralvorständin der Pfarre TraunerLand in der Diözese Linz.
Seit rund 50 Jahren ist das KIM-Zentrum in Weibern ein beliebter Treffpunkt für Kinder und Jugendliche. Generationen von Teilnehmer:innen aus Jungscharlagern, Firmgruppen und Schulklassen haben auf dem Gelände ihre Freizeit verbracht. Über 5.000 Nächtigungen zählte man allein im vergangenen Jahr.
Das Zentrum liegt mitten im Grünen und bietet mit seinem Biotop und dem Garten beste Voraussetzungen für Spiel, Sport und gemeinschaftliche Aktivitäten.
Nun steht der zu einer Jugendherberge umgebaute Bauernhof aber zum Verkauf. Grundsätzlich sei das Haus gut erhalten, berichtet KIM-Obmann Erwin Wiesinger. Es seien aber einige Investitionen notwendig, für die das Geld fehlt. „Uns hat die Coronapandemie finanziell schwer getroffen. In der Zeit haben wir viel von unseren Rücklagen verloren“, sagt Wiesinger im Gespräch mit der Kirchenzeitung. Außerdem geht der langjährige Hausleiter Hermann Angermayr in Pension. 47 Jahre lange arbeitete er im KIM-Zentrum und war die zentrale Stütze und das Herz des Hauses. Während die Diözese Linz für den größten Teil seines Gehalts aufgekommen ist, wäre das künftig bei einer Neubesetzung nicht mehr der Fall gewesen. Eine adäquate Nachfolge für Angermayr konnte auch deshalb nicht gefunden werden.
Anfang März hat die Generalversammlung des Fördervereins des KIM den Verkauf des Objekts beschlossen. Der Betrieb im KIM-Zentrum läuft noch bis Ende September, dann ist endgültig Schluss. „Einige Pfarren haben bei uns bereits ihre Lager für die kommenden Jahre gebucht. Für sie haben wir nun eine Lösung gefunden: Sie können ins Klimahaus in Bad Dachsberg ausweichen“, sagt Erwin Wiesinger.
Dass durch das Aus des KIM-Zentrums das Finden von geeigneten und zugleich leistbaren Alternativen für Sommerlager nicht einfacher wird, gibt die Jungschar Linz dennoch zu bedenken. „Als idealer Ort für Jungscharlager wird das KIM-Zentrum künftig vielen Gruppen fehlen“, sagt Jana Hofer, Referentin der Katholischen Jungschar der Diözese Linz.
Obwohl das Haus in Weibern verkauft wird, möchte der Förderverein des KIM weiterhin in der Jugendseelsorge aktiv bleiben. Glaubenskurse, wie sie es bisher auch im KIM-Zentrum gab, sollen daher auch künftig angeboten werden. Erste Gespräche über räumlichen Ersatz in der Region laufen bereits.
KIM-Bewegung
Die KIM ist eine katholische Jugendbewegung, die 1960 gegründet wurde. KIM bedeutet ursprünglich „Kreis junger Missionare“. 2023 wurde dieser Name auf „Kirche im Miteinander“ geändert.

Maria Fischer studierte Theologie und Philosophie. Sie ist Pastoralvorständin der Pfarre TraunerLand in der Diözese Linz.
Turmeremitin Birgit Kubik berichtet über ihre Woche in der Türmerstube hoch oben im Mariendom Linz >>

Die KIRCHENZEITUNG bietet vielfältige Angebote für Pfarren:
Jetzt die KIRCHENZEITUNG 4 Wochen lang kostenlos kennen lernen. Abo endet automatisch. >>