Am 20. Oktober ist „Sonntag der Weltmission“. Die Zusammengehörigkeit der Weltkirche – und die Solidarität der Völker stehen im Mittelpunkt, aber zur gleichen Zeit werden die Zäune um Europa höher gezogen.
Ausgabe: 2013/42, Lampedusa, Flüchtling
15.10.2013
Der mehrheitlich christliche Kontinent schottet sich ab vor der Armut der Welt. Als Antwort auf die Flüchtlingstragödien vor der süditalienischen Insel Lampedusa entschied sich die Europäische Union, die Abwehr gegen Flüchtlinge zu verstärken – mit Grenzschutz und mit elektronischer Überwachung. Statt der Verelendung weiter Teile Afrikas etwas entgegenzusetzen, versucht man, die Armut draußen zu halten. Zugleich wird Afrika nach wie vor ausgebeutet. Nur drei Prozent des Preises für Gold, das in Ghana geschürft wird, bleiben beispielsweise dort im Land. Doch für viele Afrikaner/innen geht es nicht um Gold, sondern um das Leben. Die neuen Grenzen sind auch ein Riss durch die Kirchen. Die Einheit steht auf dem Spiel – die zwischen Armut und Reichtum.