Asyl endlich anerkannt --- Unterstützt kommunizieren --- Frühererkennung bei Autismus
Ausgabe: 2013/42
15.10.2013
Asyl endlich anerkannt Im Dezember 2012 berichteten wir über das lange Warten auf einen Asyl-Bescheid für Kamala Dchalilova aus Aserbeidschan. Nun können wir über einen guten Ausgang schreiben. Dchalilova hat im Sommer die Rot-Weiß-Rot-Card erhalten.
Unterstützt kommunizieren Mit und ohne Computer – Menschen mit Behinderung können unterstützt kommunizieren. Die verschiedenen Möglichkeiten dazu wurden am 41. Martinstift-Symposion des Diakoniewerkes am Fr., 11. Oktober vorgestellt. Der Australier Darryl Sellwood, selbst Nutzer Unterstützter Kommunikation, sprach über sein Doktoratsthema Sexualität und Intimität von Menschen, die auf Unterstützte Kommunikation angewiesen sind. Intimität bedeute vor allem die Fähigkeit, einem anderen Menschen auf verschiedenen Ebenen nahezukommen. „Viele Menschen mit komplexen Kommunikationsbedürfnissen erfahren Berührungen nur von Betreuern und Familienmitgliedern.“
Früherkennung bei Autismus Bei einem von 100 Kindern treten „Autismus-Spektrum-Störungen“ auf. Diese äußern sich in Schwierigkeiten in der sozialen Interaktion und Kommunikation mit anderen Menschen. Das Autismuskompetenz-Zentrum am Krankenhaus der Barmherzigen Brüder in Linz behandelt Kinder mit Autismus-Spektrum-Störungen. Frühe Erkennung ist wichtig. Schon wenn das Kind zwei Jahre alt ist, ist eine weitgehend sichere Diagnose möglich. Einige Kinder weisen bis zum 18. Monat eine normale Entwicklung auf und verlieren dann Fertigkeiten, wirken dadurch sehr zurückgezogen. Eltern können Auffälligkeiten beobachten. Ein frühes Symptom ist etwa, wenn Kinder nicht reagieren, die bei ihrem Namen gerufen werden.