Sudan: Regierung bestätigt Sklaverei Seit Jahren berichten Menschenrechtsorganisationen wie CSI, daß im Sudan Frauen und Kinder wie Tiere hinter berittenen Soldaten in die Sklaverei geführt werden. Geschätzte 50.000 leiden unter dieser brutalsten Form des „heiligen Krieges“: Christen aus dem Süden fristen nach jahrhundertealter Tradition ihr Dasein unter arabischen Stämmen im Norden. CSI erntete dafür heftige Kritik der Regierung, die Berichte seien erfunden, um dem Land zu schaden. Im März sprach nun auch das Kinderhilfswerk der UNO von klaren Beweisen für die gängige Praxis. Daraufhin hat Khartum letzte Woche eine Kommission eingesetzt, die energisch gegen Sklaverei vorgehen soll. Der Logik von General al-Bashirs Mannen entspräche es, die Drahtzieher des Sklavenhandels wieder unter den Christen zu finden. Walter Achleitner
Genug Feiertage
Feiertage für Arbeitsplätze tauschen Seit Jahren hören wir das Lied aus einem Teil der Wirtschaftstreibenden und -forscher: Österreich hat zu viele Feiertage: Wenn man einige davon abschaffen könnte, würde das die Lohnnebenkosten senken und neue Arbeitsplätze schaffen. Die Österreicher stehen dieser Logik zurecht skeptisch gegenüber. Warum sollen mehr Leute Arbeit finden, wenn jeder, der Arbeit hat, mehr arbeiten muß. Viel mehr brächte es, anstatt einiger Feiertage die Hälfte der Überstunden abzuschaffen und auf neue Arbeitskräfte aufzuteilen. Feiertage haben aber auch eine andere „soziale“ Komponente: die Menschen wissen das, denn eine klare Mehrheit würde Feiertag nicht gegen Urlaubstag tauschen. Vielleicht ist der Standort Österreich deshalb so gut, weil wir genug Feiertage haben! Hans Baumgartner