Die überparteiliche und überkonfessionelle „Kosovo-Initiative Linz“ hat letzte Woche einen „Appell für Friedenspolitik“ in Umlauf gebracht. Der Appell soll bis 18. Juni 1999 durch möglichst viele Oberösterreicher/innen unterzeichnet und in einer öffentlichen Veranstaltung übergeben werden (Termin und Ort stehen noch nicht endgültig fest). In dem Appell heißt es auszugsweise: „Der Kosovo-Krieg war vermeidbar. Die nicht-militärischen Möglichkeiten wurden bei weitem nicht ausgeschöpft. Nach der grundsätzlichen Zustimmung des serbischen Parlaments zum Rückzug der serbischen Kräfte aus dem Kosovo müssen sich die Anstrengungen auf die Rückkehr der Flüchtlinge, auf die Beendigung des Terrors und den Wiederaufbau in ganz Jugoslawien richten. Darüber-hinaus ist es erforderlich, gleichzeitig die Weichen so zu stellen, daß in ähnlichen Situationen Kriege in Zukunft vermieden werden.“ An konkreten Schritten schlägt die Initiative u. a. vor: Verzehnfachung der Mittel für die OSZE und Internationale Friedensdienste; Schaffung eines UNO-Interventionsrates für Krisenfälle; Ausbildung von Beratern bei ethnischen Konflikten; Früherkennungssysteme für mögliche Kriegsherde. Der Linzer Appell kann in voller Länge angefordert werden bei: Friedensforschung, Weißenwolffstr. 17A, 4020 Linz, 0732/771282.