Jeder kennt Geschichten, Sagen und Legenden, die sich um einen Ort ranken. Vergangenen Herbst luden ORF OÖ und Landesverlag alle Schüler ein, eine Geschichte über ihre Heimatgemeinde zu schicken. Nun liegt ein schönes Buch vor. Fast alle Gemeinden sind durch ein Erlebnis oder eine Zeichnung vertreten. Kremsmünster.
Vor über 1200 Jahren zog Gunther, der Sohn des Herzogs Tassilo III., zur Jagd in der Nähe der Krems los. Nach einiger Zeit traf er einen Eber mit sehr großen Hauern. Er ritt ihm nach bis zu der Stelle, wo heute das Stift Kremsmünster steht. Da hatte er ihn im Visier, er zielte und warf seinen Speer auf das Tier, das schwer getroffen, aber noch nicht tot war, sondern auf den Herzogssohn zurannte und seine gewaltigen Hauer in den Leib Gunthers spießte. Der Sohn Tassilos blieb liegen und verblutete ebenso wie der Eber. Einige Stunden später kam der Herzog, vom treuen Jagdhund Gunthers geholt, und sah seinen verbluteten Sohn. Aber dann erblickte er einen Hirsch mit einem hell leuchtenden Geweih. Das sah der Herzog als ein Zeichen Gottes an. Hier beim Grab Gunthers ließ er eine Holzkirche erbauen. Später ließ er sie ausbauen und Priester aus dem Kloster Mondsee kamen. So entstand das Benediktiner-Stift Kremsmünster. Reinhard Stiksel, 11
Mein liebster Platz
Mein liebster Platz in Kronstorf ist im Wald, gleich neben dem Ennsfluss. Da ist man nämlich ungestört. Wenn ich einmal beleidigt bin, nehme ich mein Rad und fahre zu dem Platz. Dort denke ich eine Stunde nach, dann gehe ich zum Wasserrand und werfe Steine in das Wasser. Anschließend fahre ich wieder nach Hause. Joachim Nöstlehner, 4 a-Klasse VS
Möchtet ihr wissen, was über Linz in dem Buch steht. Es ist eine Rätselgeschichte über die wichtigste Straße in Linz. Na, wie wird sie wohl heißen? Kinderreise durch Oberösterreich: Das Radio-OÖ-Geschichtenbuch. Hrsg. Gisela Schreiner. S 248,-. Landesverlag/NÖ. Pressehaus St. Pölten.