In ihrem jüngsten Bericht an das Parlament schlägt die Volksanwaltschaft vor, pflegende Angehörige, zu 95 Prozent Frauen, bei gemeinnützigen Sozialeinrichtungen wie der Caritas anzustellen. Damit hätten jene Personen, die behinderte oder alte Familienangehörige pflegen, Anspruch auf ein bescheidenes Einkommen und eine eigenständige Pensionsversicherung. Für Matthias Mühlberger von der Caritas Linz wäre das ein riesiger Schritt zu mehr sozialer Gerechtigkeit, der „in bescheidenem Maße abdeckt, was Frauen bei der Pflege von Angehörigen gewaltiges leisten – auch für die Allgemeinheit “. In Salzburg gibt es seit 1991 einen Pilotversuch Langzeitpflege. Dabei werden pflegende Angehörige von der Caritas angestellt und in eigenen Betreuungsgruppen begleitet. Vor zwei Jahren wurde allerdings die Pflege alter Angehöriger vom Land wieder aus dem Programm gestrichen.