Väter verbringen im Schnittnur eine halbe Stunde pro Tag mit ihren Kindern. Damit das anders werden kann, fordern die Katholische Männerbewe-gung und die Jungschar gemeinsam bessere „Vaterschutzbestimmungen“.
Wie Frauen bei den Mutter-schutzbestimmungen sollen auch Männer ab der Meldung der Schwangerschaft bis in die ersten beiden Lebensjahre des Kin-des von Überstunden und Außen-dienst entlastet werden. Das ist die erste Forderung der Katholi-schen Männerbewegung und der Jungschar an die politischen Ver-antwortungsträge. In einer gemeinsamen Er-klärung vor demVatertag begründen sie die Forderung: Die innereEntwicklung der Kinder, ihre Sorgen und Nöte entgehen oft derAufmerksamkeit der Väter, wennsich der Kontakt nur am Wochenende abspielt. Für eine gute Entwicklung der Kinder wären je-doch beide Elternteile notwendig. Arbeitszeiten sollten für Väter daher flexibler gestaltet werden können. Die Zeit der Kindererziehung müsse aber auch finanziell aufgewertet werden. So meinen Markus Hager von der Jungschar und Mag. Iosef Lugmayr von der Männerbewegung. Ob das durch höheres Karenzgeld oder durch einen Betreuungsscheck möglich werden soll, lassen die beiden Proponenten offen. Den Appell richten Lugmayr und Hager jedoch nicht nur an die Politik, sondern ebenso an dieVater selbst: Männer und Väter soll- ten ihre Rolle überdenken und längerfristig verändern, indem sie auch nichttraditionelle Aufgaben in der Farnilie zu übernehmen bereit sind. Familie. Haushalt und Kindererziehung sollten so stärker auch zur Männersache werden.