Ausgabe: 1999/23, Maria Droste, Vischering, Herz-Jesu
08.06.1999
- Kirchenzeitung der Diözese Linz
Für die Schwestern vom Guten Hirten in Baumgartenberg ist der 8. Juni stets Festtag. Vor hundert Jahren, am 8. Juni 1899, starb Maria vom Göttlichen Herzen. Auf ihr Betreiben hin hatte Papst Leo Xlll. am 11. Juni 1899 die Menschheit dem Herzen Jesu geweiht.
Maria Droste zu Vischering - so der bürgerliche Name der 1975 seliggesprochenen Ordensfrau vom Guten Hirten hatte dieWeihe selbst nicht mehr erlebt. In Mün- ster war sie 1888 in den Orden eingetreten.1894 übernahm sie die Leitung des Klostersin Porto. Nur wenige Jahre wirkte die ungewöhnliche Ordensfrau. Die Verehrung des Herzens Jesu war ihr besonderes Anliegen. Sie wandte sich damit auch an den Papst persönlich. Schwer krank erfuhr sie noch von der Entscheidung des Papstes, erlebte dieWeihe selbst jedoch nicht mehr. Die Schwestern vom Guten Hirten in Baumgartenberg möchten die Herz-Jesu-Frömmigkeit keineswegs veraltet wissen. Gott hat ein Herz für die Menschen. Und Menschen lassen ihr Herz – als Antwort darauf – für Jesus schlagen. Der Herzrhythmus auc dieser Beziehung zwischen Mensch und Gott sollte jedenfalls auch menschenfreundlicher sein als der Rhythmus unserer schnell-lebigen und oft unbarmherzigen Zeit.