Caritas-Einsatz für die Opfer des Kosovo-Krieges. Es braucht Geduld.
Der Friede braucht jetzt viel Geduld
Ausgabe: 1999/24, Caritas, Kosovo, Flüchtlinge
15.06.1999
- Kirchenzeitung der Diözese Linz
Zuerst soll den Flüchtlingen im Kosovo selbst geholfen werden, dann soll die Situation für die Flüchtlinge in Albanien und Mazedonien verbessert werden. Bei jenen Kosovoflüchtlingen, die in westliche Staaten flüchten konnten, wird man erst in einer dritten Phase an Rückkehr denken können. Nach dem Kosovo-Friedensabkommen von letzter Woche mahnt der Caritas-Flüchtlingsbeauftragte für die Diözese Linz, Mag. Hans Schwarzbauer, zur Geduld. Denen es am schlechtesten geht, denen soll man zuerst helfen. In Oberösterreich befinden sich zur Zeit rund 120 Flüchtlinge aus dem Kosovo. Die Caritas hat für diese Flüchtlinge für die Grundversorgung gesorgt. Rund 120 Privatquartiere wurden über die Caritas vermittelt. Die Unterbringung war diesmal wesentlich schwieriger als seinerzeit bei den Bosnien-Flüchtlingen, weil es sich jetzt oft um größere Gruppen handelte. Viele sind bei verwandten Gastarbeiterfamilien untergekommen.