Seit vergangener Woche sind die Chancen gestiegen, daß für die überwiegend christlichen Bewohner der Region Jezzine friedlichere Zeiten anbrechen. Denn nach 14 Jahren Besatzung hat sich in der Vorwoche die von Israel finanzierte Südlibanesische Armee (SLA) auf die israelische Sicherheitszone zurückgezogen. Gleichzeitig habe die pro islamische Hisbollah versichert, keine Vergeltung an der Bevölkerung zu üben. Dennoch bleiben die überwiegend Witwen, Waisen und alten Menschen, die noch in der Region leben, Faustpfand Syriens: Für Damaskus, das den Libanon großteils militärisch kontrolliert, kommt eine Friedenslösung im Süden erst in Frage, wenn Israel zum Einlenken auf dem Golan bereit ist.