Auf je eigene Weise hat Gott allen von uns anvertraut, ihre/seine Botschaft zu den Menschen zu tragen. Nicht immer findet sie offene Ohren, nicht immer macht uns der Glaube das Leben leichter. Gott erläßt uns nicht, Konflikte, seien sie mit anderen oder in uns, durchzustehen. Die Zusage aber gilt: Ich bin mit dir, was auch geschehen mag!
(Jeremia sprach:) hörte ich doch das Flüstern der Vielen: Grauen ringsum! Zeigt ihn an! Wir wollen ihn anzeigen. Meine nächsten Bekannten warten alle darauf, daß ich stürze: Vielleicht läßt er sich betören, daß wir ihm beikommen können und uns an ihm rächen. Doch der Herr steht mir bei wie ein gewaltiger Held. Darum straucheln meine Verfolger und kommen nicht auf. Sie werden schmählich zuschanden, da sie nichts erreichen, in ewiger, unvergeßlicher Schmach.
Aber der Herr der Heere prüft die Gerechten, er sieht Herz und Nieren. Ich werde deine Rache an ihnen erleben; denn dir habe ich meine Sache anvertraut. Singt dem Herrn; denn er rettet das Leben des Armen aus der Hand der Übeltäter.
2. Lesung Röm 5, 12–15
Gerechtfertigt sein, Hoffnung haben können, keiner wirklichen Angst ausgeliefert sein, Leben und Sinn für das Leben gefunden haben ist Gottes Geschenk an uns.
Durch einen einzigen Menschen kam die Sünde in die Welt und durch die Sünde der Tod, und auf diese Weise gelangte der Tod zu allen Menschen, weil alle sündigten. Sünde war schon vor dem Gesetz in der Welt, aber Sünde wird nicht angerechnet, wo es kein Gesetz gibt; dennoch herrschte der Tod von Adam bis Mose auch über die, welche nicht wie Adam durch Übertreten eines Gebots gesündigt hatten; Adam aber ist die Gestalt, die auf den Kommenden hinweist.
Doch anders als mit der Übertretung verhält es sich mit der Gnade; sind durch die Übertretung des einen die vielen dem Tod anheimgefallen, so ist erst recht die Gnade Gottes und die Gabe, die durch die Gnadentat des einen Menschen Jesus Christus bewirkt worden ist, den vielen reichlich zuteil geworden.