Macao. An der Übergabe der portugiesischen Überseeprovinz an China am 20. Dezember darf nach Ansicht Pekings kein diplomatischer Vertreter des Vatikan teilnehmen. Geht es nach den Vorstellungen der Regierung in Portugal, die für den Übergabeakt verantwortlichen ist, so soll ein päpstlicher Sondergesandter teilnehmen. Macao ist der älteste europäische Stützpunkt in Ostasien. Bereits 1576 wurde die Diözese errichtet. Sie war historisches Zentrum sowohl für die China- als auch Japan-Mission.
Tiefgarage auf Märtyrerboden
Vatikan. Mangelnden Respekt vor einem historisch wertvollen Gelände hat der italienische Archäologe Lorenzo Bianchi angesichts der Bauarbeiten für eine Tiefgarage im Gianicolo-Hügel beklagt. Die größte Absurdität bestehe darin, dass auf einem vatikan-eigenen Gelände, ausgerechnet dort, wo Kaiser Nero im Jahr 64 die ersten Christen habe töten lassen, Parkplätze für 800 Autos und 100 Busse gebaut würden.
Keine Hilfe im Religionskampf
Wien. Die Päpstlichen Missionswerken (Missio Austria) haben die Äußerungen des FPÖ-Klub-obmannes Herbert Scheibner, die „die katholische Kirche in die Nähe eines Kultur- und Religionskampfes gegen den Islam“ bringen, zurückgewiesen. Mit „aller Schärfe“ sei der von Scheibner erweckte Eindruck zurückzuweisen, dass der „missionarische Auftrag“ der Kirche mit einer „regressiven Zuwanderungspolitik“ vereinbar sei, betonte Missio-Sprecher Robert Gerstbach-Muck: „Menschen, die in Not und Armut an die Pforte unseres Reichtums klopfen, müssen bei den christlichen Kirchen nicht nur Aufnahme finden, sondern auch Anwältinnen ihrer Anliegen.“