Der Kath. Familienverband der Diözese Linz unterstützt das Hauptanliegen des vom 9. bis 16. September stattfindenden Familienvolksbegehrens, bietet darüber hinaus aber auch einen Kompromiss an.
Nur weil die Wahl bevorsteht, sollte man auf die Chance nicht verzichten, auf das Grundanliegen des Lebens mit Kindern in der Gesellschaft aufmerksam zu machen – meint der Vorsitzende des Katholischen Familienverbandes in der Diözese Linz Dr. Karl Straßer. Er unterstützt daher die Zentralforderung des Familienvolksbegehrens des ÖVP-nahen Familienbundes: Karenzgeld für alle. Straßer möchte sich deshalb allerdings nicht als Wahlwerber für eine Partei missverstanden wissen, sondern sieht sich als „Familienwerber“.
Karenzgeld für alle ist eine Uralt-Forderung des Katholischen Familienverbandes, betont Straßer. „Zumindest jener Teil des Karenzgeldes, der aus dem Familienlastenausgleichsfonds bezahlt wird, soll allen Müttern und Vätern – unabhängig von einer vorangegangenen Erwerbstätigkeit – gewährt werden“, heißt es in den Leitlinien des Familienverbandes. Genau das bietet der Katholische Familienverband den politischen Parteien als „Kompromiss“ für eine politische Lösung nach den Wahlen an. 70 Prozent des Karenzgeldes kommen schon jetzt aus dem Familienlastenausgleichsfonds, 30 Prozent aus der Arbeitslosenversicherung.
Das Modell des Katholischen Familienverbandes sieht vor:S 6.000,– sollen unabhängig von einer vorangegangenen Erwerbsarbeit aus dem Familienlastenausgleichsfond bezahlt werden – ein Karenzgeld für alle also. Für jene, die in einem bezahlten Dienstverhältnis gestanden sind, kommt ein Drittel ihres Nettobezuges dazu, mindestens 2.112,–, höchstens 5.357,– Schilling.
In einer Zeit, in der die „bewusste Kinderlosigkeit“ sowie die Zahl derer, die keine Kinder mehr bekommen können, zunimmt, braucht es Signale der Wertschätzung des Lebens mit Kindern durch den Staat, betont Straßer.