Mit Ende August haben die Franziskanerinnen von Vöcklabruck Ebensee verlassen. 135 Jahre haben Schwestern im St.-Josefs-Haus gewirkt.
Ebensee (rh). Es war im Jahr 1864, als der Ebenseer Pfarrer Kurrany um Hilfe beim Aufbau einer Mädchenschule und einer Kinderbewahranstalt bat. Die Vöcklabrucker Schulschwestern schickten zwei Schwestern nach Ebensee. Nach 135-jähriger Tätigkeit haben die Franziskanerinnen von Vöcklabruck mit 31. August das Ebenseer St.-Josefs-Haus verlassen. Die Personalsituation des Ordens einerseits, Veränderungen im Schulwesen andererseits haben zu dieser Entwicklung geführt. Sr. Dietberga Starlinger, die ein Vierteljahrhundert in Ebensee wirkte, unterrichtet ab Herbst in der ordenseigenen Hauptschule in Wels-Vogelweide, Sr. Wiberta Schillinger wird an der ordenseigenen Schule für Kindergartenpädagogik in Salzburg tätig sein. Die Schwestern werden in Ebensee nicht nur in der Schule, sondern auch in der Pfarre fehlen, waren sie doch in verschiedenen Bereichen sehr engagiert, von der Kirchenwäsche bis zur Gestaltung von Totenwachen und Wortgottesdiensten, ebenso engagierten sich die beiden Schwestern im Pfarrgemeinderat. Beim Sonntagsgottesdienst am 29. August nahm die Pfarre Abschied von den beiden Ordensfrauen. Das St.-Josefs-Haus bleibt, wie bisher, im Eigentum der Pfarrcaritas. Schulerhalter wird künftig jedoch nicht mehr der Ebenseer Pfarrer, zur Zeit Dechant Alois Rockenschaub, sein, sondern die Diözesancaritas. Sowohl die Schule als auch das Internat bleiben bestehen. Im Kindergartenbetrieb ist keine Änderung vorgesehen.