Feldkirch. Der aus Zürich stammende Architekt Hans Roth ist am 16. August nach schwerer Krankheit im 65. Lebensjahr in Feldkirch gestorben. Der ehemalige Jesuit wirkte fast 30 Jahre in Chiquitos, im subtropischen Tiefland von Bolivien. Unter schwierigen Umständen rettete er fünf große einsturzgefährdete barocke Indio-Kirchen aus dem 18. Jahrhundert. Daneben schuf Hans Roth weit über 100 moderne Wohnbauten und Kirchen, bei denen es ihm gelang, bolivianische Bauweise und moderne Architektur zu verbinden. Die höchste Anerkennung fand sein Lebenswerk, als die von ihm restaurierten Indio-Kirchen mit den dazugehörigen Dörfern 1990 als Weltkulturerbe von der UNESCO anerkannt wurden. Die Dreikönigsaktion würdigte den Verstorbenen: Sein Können, die behutsame Vorgangsweise bei der Restaurierung und der Revitalisierung alter Handwerkstechniken im Einklang mit den Menschen werde nur schwer zu ersetzen sein.