Die Hilfe der Caritas Österreich für die Erdbebenopfer in der Türkei läuft auf Hochtouren, wie der österreichische Caritasbeauftragte für den Nahen Osten, Stefan Maier, gegenüber der Kirchenzeitung mitgeteilt hat. Nach Erste-Hilfe-Maßnahmen in einem Stadtteil Istanbuls konzentriert sich die Caritashilfe nun auf zwei schwerst zerstörte, von der Öffentlichkeit aber eher vergessene Städte: Adapazari und Yalova. In Avcilar, einem zerstörten Stadtteil von Istanbul, geben freiwillige Helfer der Caritas Türkei Wasser und warme Mahlzeiten aus. In Teilen Istanbuls habe sich der Preis für fünf Liter Trinkwasser auf mehr als 50 Schilling verzehnfacht. Im Anschluss an das islamische Freitagsgebet wurde am 27. August der nach offiziellen Angaben 13.000 Erdbebenopfer gedacht. Die orthodoxen Kirchen in der Westtürkei haben ihre Höfe geöffnet, um den Menschen einen Schlafplatz zu geben.