Am Montag, 6. September ist Mag. Hans Humer, Kaplan in Marchtrenk und KAJ-Seelsorger, für vorläufig fünf Jahre nach Tansania aufgebrochen. Dort wird er als Weltpriester wirken.
Was motiviert Sie, künftig statt in Oberösterreich in Afrika Priester zu sein?
Humer: Seit dem Studium beschäftige ich mich mit Tansania. Ich habe dort Freunde, mit denen ich gern zusammenarbeite. Ich möchte beim Brückenbau zwischen Erster und Dritter Welt, hin zur einen Welt, beitragen.
Und das in Zeiten des Priestermangels bei uns?
Humer: Priestermangel ist relativ. In meiner künftigen Diözese muss der Bischof mit 50 Priestern für eine Million Katholiken auskommen. Es gibt keine Pfarre mit nicht noch mindestens 20 Außenstationen. Das bedeutet, dass in sehr vielen Bereichen die Laien tätig sind. Von da her ist die Versorgung bei uns also noch gut. Wo Glaube lebt, findet er auch seine Wege, wie die Verkündigung geschehen kann.
Welche Aufgaben werden Sie übernehmen?
Humer: Vor allem werde ich in der Jugendarbeit tätig sein. Darüber hinaus soll ich in der Pfarre arbeiten und für einige christliche Gemeinschaften etwas anbieten.Zunächst steht aber ein Sprachkurs in der Suaheli-Sprache an.