Zeiten der Leere, der Ermüdung, der Gleichgültigkeit – wer kennt sie nicht. Wieder Mut machen will der Prophet mit seinen Worten: Sucht Gott, ruft, kehrt um! Denn groß ist Gott im Vergeben. Sucht den Herrn, solange er sich finden lässt, ruft ihn an, solange er nahe ist. Der Ruchlose soll seinen Weg verlassen, der Frevler seine Pläne. Er kehre um zum Herrn, damit er Erbarmen hat mit ihm, und zu unserem Gott; denn er ist groß im Verzeihen. Meine Gedanken sind nicht eure Gedanken, und eure Wege sind nicht meine Wege – Spruch des Herrn. So hoch der Himmel über der Erde ist, so hoch erhaben sind meine Wege über eure Wege und meine Gedanken über euren Gedanken.
2. Lesung Phil 1, 20ad–24. 27a
Paulus sitzt im Gefängnis, als er den Brief an die Gemeinde in Philippi schreibt. Das Urteil, das ihn erwartet, ist ungewiss. Er vertraut sich Gott an und findet darin Ruhe. Darauf warte und hoffe ich, dass . . . Christus . . . durch meinen Leib verherrlicht wird, ob ich lebe oder sterbe. Denn für mich ist Christus das Leben und Sterben Gewinn. Wenn ich aber weiterleben soll, bedeutet das für mich fruchtbare Arbeit. Was soll ich wählen? Ich weiß es nicht. Es zieht mich nach beiden Seiten: Ich sehne mich danach, aufzubrechen und bei Christus zu sein – um wie viel besser wäre das! Aber euretwegen ist es notwendiger, dass ich am Leben bleibe. Vor allem: Lebt als Gemeinde so, wie es dem Evangelium Christi entspricht.