Frank ist wütend. Alle aus seiner Klasse haben „Quelle“ geschrieben. Nur er hat dabei etwas falsch gemacht, und zwar beim „Q“. Kai, sein Tischnachbar, lacht darüber. Einer sagt: „Frank ist blöd“. Leise sagt Frank: „Ich schaff das nicht.“ Herr Grote, sein Lehrer, beruhigt ihn: „Du schaffst das. Wir üben es.“ Aber das Üben klappt nicht mehr, denn es klingelt. Die Turnstunde fängt an. In der Turnhalle vergisst Frank schnell, dass er das Q nicht schreiben konnte. Frank soll über den Bock springen. Den Bock spielt ein anderer Bub. Frank nimmt Anlauf, rennt und springt ab. Schon ist er drüber. Ruck, zuck geht das.
Jetzt nimmt Kai Anlauf. Frank lacht, als er das sieht. So etwas Lahmes. Und dann springt Kai ab. Im nächsten Augenblick hängt er auf dem Rücken des anderen. Leise sagt Kai: „Ich schaff das nicht.“ Frank lacht, und einer schreit: „Der Kai ist zu blöd zum Bockspringen!“
Herr Grote sagt: „Beim Schreiben vorhin war Kai ganz toll. Der eine kann eben das eine gut, der andere etwas anderes. Und wenn einer was nicht schafft, gibt’s nichts zu lachen. Noch etwas ... Stellt euch vor, ihr könntet alles. Ich wäre doch sofort arbeitslos.” „Stimmt“, sagt Frank verblüfft. „Dann bräuchten wir keinen Lehrer. Er könnte uns ja nichts beibringen!“