Die Seligsprechung des ersten Slowenen, des Bischofs von St. Andrä und Marburg Anton Marin Slomsek , war Anlaß für einen Kurzbesuch des Papstes am vergangenen Sonntag in Maribor. Der Papst nutze seinen ersten Auftritt auf dem Balkan seit dem Kosovo-Krieg für einen eindringlichen Friedensappell. Nach den schrecklichen Ereignissen der letzen Jahre, so der Papst, müssten die Nationen dieser Region begreifen, dass es möglich sei, echten Patriotismus zu leben und gleichzeitig mit Menschen anderer Nationalität, Kultur und Religion gemeinsam zu arbeiten und zu leben. Der neue Selige sei in dieser Haltung ein Beispiel. Mit großer Leidenschaft in der Stimme forderte der Papst ein Ende von Nationalismmus, Totalitarismus, ein Ende von Massengräbern und Säuberungen. Die Europäische Gemeinschaft forderte der Papst auf, die Einigung Europas nicht nur als wirtschaftliches Projekt, sondern auch als ein Werk des Friedens und der Gerechtigkeit zu sehen.