Linzer Chirurg war bereits viermal auf Philippinen-Einsatz
Ausgabe: 1999/39, Ärzte für Dritte Welt, Schwiertz
28.09.1999
- Martin Kranzl-Greinecker
Der Jesuit P. Bernhard Ehlen ist Gründer und Leiter des Komitees „Ärzte für die Dritte Welt“ mit Hauptsitz in Frankfurt/Main.
„Gerechtigkeit auf der ganzen Welt für alle Menschen“, das ist das große Ziel, das P. Dr. Bernhard Ehlen mit der 1983 von ihm gegründeten Hilfsorganisation „Ärzte für die Dritte Welt“ verwirklichen möchte. Der Weg dorthin besteht aus kleinen Schritten: Ärzte nehmen sich für sechswöchige Einsätze frei, bezahlen Flug und Aufenthalt selbst und behandeln Kranke aus trostlosen Elendsvierteln in Indien, Bangladesh, Kenia, Kolumbien und auf den Philippinen. Mehr als 2000 Einsätze wurden bisher von P. Ehlen und seinem Team organisiert, 1300 Mediziner/innen haben daran teilgenommen.Einer von ihnen ist der Chirurg Dr. Thomas Schwiertz, Assistenzarzt im Krankenhaus der Elisabethinen in Linz. Viermal verwendete er bereits seinen Urlaub, um auf den Philipinnen als Arzt tätig zu sein. Bei allen Unterschieden des medizinischen Systems und der technischen Möglichkeiten gibt es doch eine Parallele zur Arbeit daheim: „Ich will ganz für den Menschen da sein, der mir gerade gegenübersitzt.“ Solche Zuwendung ist „Zeugnis für den Wert und die Würde des einzelnen Menschen mitten im Massenelend der Slums“, heißt es im Leitbild des Komitees. Im Mittelpunkt steht natürlich medizinische Hilfe, für die die Patienten übrigens (symbolische) Beiträge leisten. Wenn der Linzer Arzt über seine Einsätze auf den Philippinen berichtet, dann nicht nur davon, was er zu geben versuchte, sondern auch davon, was ihm gegeben wurde: „Es ist faszinierend, wie einfach man leben kann.“ Herzlichkeit und Gelassenheit statt Telefon und Terminstress. – Wie Dr. Schwiertz waren übrigens bereits mindestens vier andere oö. Ärzte auf Einsatz.
Information über Einsätze und dringend benötigte Unterstützung beiDr. Werner Waldmann, Leonorenweg 29, 5020 Salzburg, Tel. 0662/82 45 89.