Im Wahlkampf fallen manche Töne der Ausgrenzung. „Nicht für Ausländer!“ hämmert es beispielsweise mit immer geringerer Zurückhaltung aus den Paroleschmieden, die für die Stammtische Argumente formen. Dass die Kirche dazu nicht schweigt, wiewohl es kurz vor der Wahl ein heikler Zeitpunkt ist, ist ein Zeichen, wie sehr sie die Gemeinschaft und das Gefühl für das Miteinander gefährdet sieht.
So warnte auch Caritasdirektor Bischofsvikar Josef Mayr beim Ausländersonntag am 26. September im Dom, mit dem Reden von der Überfremdung werde das politische Klima vergiftet.
Im Miteinander liegt die Chance zur Entwicklung für alle. Ausgrenzung stösst nicht nur die Ausgegrenzten weg, sondern nimmt auch allen anderen, damit auch sich selbst, die Chance, aneinander zu lernen und miteinander zu wachsen. Dieses Miteinander kann man sich in der schulischen Integration abschauen, von der in dieser Zeitung auch zu lesen ist.