Dr. Laszlo Vencser leitet die Fremdspra-chigenseel-sorge der Diözese Linz. Zum Ausländersonntag fragten wir ihn:
Wie macht sich der Wahlkampf in der Fremdsprachigenseelsorge bemerkbar?
Vencser: Unsere Seelsorger gehen nciht direkt auf die Thematik ein, sie versuchen eben, den Leuten Beheimatung anzubieten. Es gibt nicht nur Ausländerfeindlichkeit, es gibt auch gute Strömungen in der Bevölkerung, die der Ausländerfeindlichkeit entgegensteuern.
Wäre es nicht sinnvoll, statt einer eigenen Fremdsprachigenseelsorge Ausländer/innen in den Pfarren zu integrieren?
Vencser: Im Alltagsleben teilen die Fremdsprachigen das Leben und Schicksal der Österreicher, sie arbeiten miteinander. Am Wochenende wollen sie eher unter sich sein – wegen der Kultur, auch wegen der Sprache. Zumindest bei den Ausländern der ersten Generation ist das so. Wir streben an, dass sie zumindest einmal im Monat mit den Einheimischen Gottesdienst feiern. Es geht um Integration, nicht um Assimilation.
Haben Sie ein besonderes Anliegen?
Vencser: Dass die Kirche weiterhin für diese Menschen das Angebot einer muttersprachigen Seelsorge aufrechterhält.