Aus Anlass des Ausländersonntags am 26. September äußerte der Direktor der Caritas der Diözese Linz, Bischofsvikar Josef Mayr, Sorgen, weil er Anzeichen einer Veränderung im politischen Klima sieht. „Auch im Wahlkampf darf Hass gegen andere Menschen nicht salonfähig werden.“
„Wenn wir zulassen, dass die in unserer Verfassung festgeschriebenen Menschenrechte für bestimmte Gruppen nicht gelten, wenn persönliche Ängste um Wohnung und Arbeitsplatz geschürt werden, dann wird der Hass gegen bestimmte Menschengruppen gesät“, warnte der Caritasdirektor. Er diagnostizierte, dass die Gesellschaft mit zweierlei Maß misst. Denn was für den einen mit passender Herkunft, Religion und finanzieller Ausstattung gelte, werde dem anderen Mitbürger nicht mehr zugestanden. Er nannte konkrete Anzeichen: Die gröbliche Verletzung eines Menschenrechtes führte zum Tod eines Menschen mit anderer Hautfarbe.Positiv nannte Direktor Mayr die Einsetzung des Menschenrechtsbeirates; leider werden solche positiven Beispiele in der Öffentlichkeit kaum diskutiert. Wahrgenommen werde nur, dass Überfremdung drohe, Missbrauch betrieben werde, Menschen anderer Hautfarbe von vornherein und unwidersprochen der Kriminalität bezichtigt werden.