Brasilia. Der brasilianischer Erzbischof Moacyr Grechi von Porto Velho ist mit dem Tod bedroht worden, nachdem er auf die Existenz von illegalen Todesschwadronen in seiner Diözese hingewiesen und einen Lokalpolitiker als deren Anführer geoutet hat. Grechi ist wiederholt durch sein mutiges Sozialengagement und den Einsatz für die Menschenrechte den Reichen und Mächtigen auf die Zehen gestiegen.
Gegen Spiel mit dem Neid
Graz. Die Bekämpfung und Hintanhaltung von Neid zwischen gesellschaftlichen Gruppen sei eine wichtige Aufgabe der Politik. Derzeit würde im Wahlkampf dieser Neidpegel allerdings erhöht statt abgebaut, kritisierte Caritas-Präsident Franz Küberl den Anti-Ausländerwahlkampf der FPÖ. Wer eine Politik für die „Kleinen und Schwachen“ auf Kosten der noch Schwächeren mache, diene nicht der Gerechtigkeit, sondern zerstöre die Solidarität in der Gesellschaft.
Post hält die Hand auf
Wien. Nicht erst bei der Kosovo-Krise haben die Österreicher/innen bewiesen, dass sie bereit sind, für Menschen in Not und für gemeinnützig tätige Vereine in die Tasche zu greifen. Unverständlich ist, dass diese Hilfsbereitschaft ausgerechnet von öffentlichen Einrichtungen boykottiert wird. So wurden erst nach massiven Protesten die Straßenmaut für Hilfstransporte und die Einhebung von Erlagscheingebühren für Spenden durch die Post wieder rückgängig gemacht. Nun wartet die Post mit einem neuen Anschlag auf: Für Erlagscheinbeilagen in Zeitungen sind ab sofort 50 Groschen pro Stück an Postgebühr zu entrichten. Bisher konnten Spendenerlagscheine gratis beigelegt werden.