Für ein gemeinsames Sozialwort der christlichen Kirchen Europas sprach sich in Brüssel der Linzer Bischof Maximilian Aichern aus. Der Sozialreferent der Österreichischen Bischofskonferenz warnte vor der Gefahr einer Zwei-Klassen-Gesellschaft in Europa. Zu den Problemen, die von den Kirchen gemeinsam aufgegriffen werden müssten, zählt Aichern die Ausgrenzung der Arbeitslosen und Armen, die zum Teil unmenschliche Abschottungspolitik gegenüber Flüchtlingen und Migranten sowie das sinkende Interesse an der Situation der Entwicklungsländer. Eine „eminente gesellschaftliche Bedeutung“ misst Aichern der Sonntagsfrage zu. Hier müssten die Kirchen gemeinsam mit anderen gesellschaftlichen Gruppen alles unternehmen, um den Versuchen einer Aushöhlung der Sonntagsruhe, wie sie derzeit im Handel und Verkehr geplant würden, entscheidend entgegenzutreten.