Eine Lockerung der Transitbestimmungen für Schwertransporte betrifft auch den freien Sonntag. Bischof Aichern tritt für Dialog mit Wirtschaft ein.
Am Beispiel der aktuellen Diskussion um die Lockerung der Transitbestimmungen für den Schwerverkehr (siehe Seite 6/7) unterstreicht Diözesanbischof Maximilian Aichern die Wichtigkeit des Gesprächs zwischen Kirchen und Wirtschaft auf europäischer Ebene. Er bedauert, daß eine für Oktober geplante Gesprächsrunde zwischen europäischen Bischöfen und der Vereinigung christlicher Unternehmer von der Wirtschaftsseite abgesagt wurde.Schon im September hat Bischof Aichern bei einem Besuch in Brüssel auf die eminente Bedeutung der Sonntagsfrage hingewiesen. Trotz des Festhaltens am arbeitsfreien Sonntag – so Aichern in Brüssel – wären sich die Kirchen bewußt, dass es in einer postmodernen Wirtschaft Ausnahmen beim Sonntagsschutz geben muß. Welche Ausnahmen allerdings berechtigt und welche unberechtigt wären, darüber müsse sachlich geredet werden. In Brüssel hatte Aichern die Kirchen aufgerufen, sich um Koalitionen zu bemühen. In diesem Sinne stellten sich die Bischöfe Alois Kothgasser und Maximilian Aichern an die Seite derer, die eine Aushöhlung der Sonntagsruhe hintanhalten wollen. Neben den beiden Bischöfen finden sich der Tiroler Arbeiterkammerpräsident Fritz Dinkhauser und Stadtrat Lothar Müller von der Aktion „Rettet den Sonntag“ unter den Erstunterzeichnern der Protestnote.