An die 500 Gäste strömten dieser Tage in das Offene Kulturzentrum (O.K.). Die HOSI (Homosexuellen-Intitiative) lud wieder Mitglieder, Freunde und Unterstützer/innen ein, das in den Farben des Regenbogens beleuchtete Haus mit Leben – in all seiner Vielgestaltigkeit – zu füllen. Gäste aus Politik (z.B. Bundesministerin Barbara Prammer) und Kirche mischten sich unter das bunte Publikum – angesichts des schwierigen Verhältnisses der Kirche zur Homosexualität ein Brückenschlag. Angeregt wurde dann auch an manchen Tischen über die Situation homosexueller Menschen in Gesellschaft und Kirche diskutiert. Als Ungleichbehandlung empfindet es ein Betroffener, dass er es als homosexueller Priester schwieriger habe als etwa ein Amtskollege mit einem unehelichen Kind. „Das ist nicht mehr die Kirche, die ich vor 20 Jahren geliebt habe“, meinte er. Neben Diskussion und Erfahrungsaustausch bestand auch reichlich Gelegenheit, Musik und Unterhaltung zu genießen. Der Wiener Travestiekünstler „Armand“ sang Lieder von Zarah Leander. Bei den rockigen Klängen von Dr. Ostbahn, den Rounder Girls und bei Chansons von Alfons Haider feierte man dann bis in die frühen Morgenstunden.