Etwa 60 Personen, die allermeisten aus Linz und der näheren Umgebung, haben sich schon bei der „Zeit-Tausch-Börse“ eintragen lassen: Im Auftrag der Stadt Linz – Frau Stadtrat Dr. Ingrid Holzhammer präsentierte denn auch das „jüngste Kind“ des Vereins für Sozialprävention und Gemeinwesenarbeit am 1. Oktober – wurde dieses Sozialservice eingerichtet. Der Gedanke ist einfach: Jeder Mensch kann etwas, worum andere froh sind. So weiß die eine Unterstützung beim Lernen zu geben, während eine andere Blumen betreut oder ein Tier versorgt, wenn die Besitzer auf Urlaub sind.Auf dem Land lässt sich das im Normalfall unter Nachbarn ausmachen, dort funktioniert die sogenannte Nachbarschaftshilfe noch weitgehend. In der Stadt weiß man oft nicht, an wen man sich wenden kann. Die Zeit-Tausch-Börse springt genau in dieser Situation ein. Sie bringt Menschen zusammen, die Dienste anbieten. Der Clou dabei ist, dass nicht mit Geld bezahlt wird, sondern mit Zeit-Tauschpunkten: Jede Stunde – unabhängig, wofür sie eingesetzt wurde, ist den gleichen einen Punkt wert. Das Punkte-Konto der Teilnehmer führt die Projektleitung. Nach oben und unten hin sind Barrieren eingebaut, so dass nicht jemand nur Leistungen bezieht und selbst keine Leistungen an den Mann oder die Frau bringt bzw. umgekehrt.Das Projekt ist mehr als eine intelligente Art, Nachfragen ohne Geld zu befriedigen (und die daher für alle leistbar ist). Das Projekt führt Menschen zusammen und nutzt die in unserer Zeit oft brach liegenden Fähigkeiten vieler, gerade auch älterer Menschen. Gefragt ist vieles: Vom Babysitting bis zur PC-Hilfe, von Altenbetreuung bis zu Wasserinstallationen.