Trösten will Jesaja das Volk: Gott beruft den Perserkönig Kyros. Er, der Fremde, erhält den Ehrentitel „Gesalbter“ (grch. Christos) und soll den Plan Gottes verwirklichen. Der persische König weiß allerdings nichts von den Prophetenworten. Er folgt seinen Plänen, als er Babylon erobert und Israel die Rückkehr erlaubt. Israel aber weiß, wer am Werk ist: Einer ist Gott, und sonst niemand.
So spricht der Herr zu Kyros, seinem Gesalbten, den er an der rechten Hand gefasst hat, um ihm die Völker zu unterwerfen, um die Könige zu entwaffnen, um ihm die Türen zu öffnen und kein Tor verschlossen zu halten:Um meines Knechtes Jakob willen, um Israels, meines Erwählten willen, habe ich dich bei deinem Namen gerufen; ich habe dir einen Ehrennamen gegeben, ohne dass du mich kanntest. Ich bin der Herr, und sonst niemand; außer mir gibt es keinen Gott. Ich habe dir den Gürtel angelegt, ohne dass du mich kanntest, damit man vom Aufgang der Sonne bis zu ihrem Untergang erkennt, dass es außer mir keinen Gott gibt. Ich bin der Herr und sonst niemand.
2. Lesung 1 Thess 1, 1–5b
Der erste Brief an die Gemeinde in Thessalonich, geschrieben um 50 n. Chr., ist die älteste Schrift des Neuen Testaments. Der Brief beginnt mit einem Dankgebet für die von Paulus gegründete Gemeinde. Dank dafür, dass die Gemeinde sich bewährt hat in Glaube, Hoffnung und Liebe Wirklichkeiten, die fassbar und erlebbar waren.Paulus, Silvanus und Timotheus an die Gemeinde von Thessalonich, die in Gott, dem Vater, und in Jesus Christus, dem Herrn, ist: Gnade sein mit euch und Friede.Wir danken Gott für euch alle, sooft wir in unseren Gebeten an euch denken; unablässig erinnern wir uns vor Gott, unserem Vater, an das Werk eures Glaubens, an die Opferbereitschaft eurer Liebe und an die Standhaftigkeit eurer Hoffnung auf Jesus Christus, unseren Herrn. Wir wissen, von Gott geliebte Brüder und Schwestern, dass ihr erwählt seid. Denn wir haben euch das Evangelium nicht nur mit Worten verkündet, sondern auch mit Macht und dem Heiligen Geist und mit voller Gewissheit.