Am 5. Oktober 1999 starb in Braunau am Inn nach langem Leiden einer der Pioniere der KAJ Oberösterreichs, Hans Studener. Er wurde am 19. Februar 1927 in Hanging bei Kollerschlag geboren. Von 1942 bis 1944 erlernte er den Beruf eines Schlossers im Werk Töging der Vereinigten Aluminiumwerke Bonn und kam nach kurzer Arbeitsdienstzeit 1944 zur deutschen Wehrmacht. Nach Kriegsende schlug er sich in abenteuerlichen Nachtmärschen von Berlin bis in seine Heimat durch.Er arbeitete dann im Aluminiumwerk Ranshofen als Maschinenschlosser und später als Techniker in einer Abteilung für Arbeitsvorbereitung. Ab 1945 bis 1957 war er erfolgreich in der Katholischen Jugend als Dekanatsjugendführer des Dekanates Braunau tätig und gehörte zu jenen, die damals mit Johann Weidinger (KAJ-Diözesanseelsorger und späterer Pfarrer von Hallstatt), Friedl Lenzeder, Ruth Musall, Franz Huber, Alfred Mitterhuber, Georg König, Sepp Schmied und anderen die KAJ in OÖ zu kräftigem Aufschwung führten.Hans Studener besuchte 1957 bis 1959 die Sozialakademie in Wien und war im Dienst seiner Mitmenschen vielseitig engagiert, wie z. B. im Pfarrgemeinderat, beim Christlichen Turnverein, in der ÖVP, als Betriebsrat, in AK und Gewerkschaft.Die große Zahl von Mittrauernden beim Begräbnis am Samstag, 9. Oktober in Braunau machte die Beliebtheit und den großen Respekt deutlich, den der für seinen Frohsinn und seine Hilfsbereitschaft bekannte „Ritter ohne Furcht und Tadel“ in breiter Öffentlichkeit genoss.In Braunau-Haselbach hatte er ein schönes Haus gebaut, das seine Frau Anni zu einer gastfreundlichen Heimstatt machte. Möge der Hergott seinen emsigen und fröhlichen Diener Hans aus dem kleinen Paradies in Haselbach, das er für alle viel zu früh verlassen musste, in das große himmlische Paradies geleiten. Die dankbare Erinnerung an ihn bleibt in den Herzen seiner Weggefährten lebendig.