Große Aufmerksamkeit bei der Bischofssynode in Rom erregte der Mailänder Kardinal Martini mit seiner Empfehlung, ein neues Konzil einzuberufen. Dabei, so Martini, müssten die Bischöfe zusammen „jene Probleme angehen, die das moderne Leben mit sich bringt“. Konkret nannte er dabei das Problem des Priestermangels, die Rolle der Frau in Kirche und Gesellschaft, die Beteiligung der Laien an kirchlichen Ämtern, Fragen der Sexualität und Ehedisziplin, die Bußpraxis, die Beziehung zu den orthodoxen Kirchen, die Inkulturation des Glaubens in den verschiedenen Traditionen sowie das Verhältnis von Demokratie und Werten, von Moral- und Zivilgesetzen.