Das ehemalige Krafthaus der Linzer Tuchfabrik dient jetzt als Pfarrzentrum der 1995 gegründeten Seelsorgestelle Linz-Auwiesen.
Linz-Auwiesen (chö). Nach der im Dezember des Vorjahres im Gebäude der revitalisierten Linzer Tuchfabrik geweihten Kirche ist nun auch das Pfarrzentrum Auwiesen fertig. Es befindet sich im ehemaligen Krafthaus, durch das auch heute noch der „Weidingerbach“ fließt. Lieferte dieser einst die Energie für die Spinn- und Webmaschinen, so durchströmt er heute die Taufgrotte.„Früher gab es zahlreiche Kleinkraftwerke, die eine Region oder einen Ort mit Strom versorgten – die Menschen brauchen aber auch in anderer Weise Zufuhr von Energie“, versteht Pfarrkurat Christian Öhler die Pfarre als „Kraftwerk“ das Menschen versorgt und antreibt.Erzbischof Dr. Alois Wagner erbat beim Festgottesdienst am 10. Oktober den Segen für Haus und Menschen. Sie sollten Besitz vom Haus nehmen und eigenveranwortlich Kirche gestalten. Die Architekten Schremmer und Jell haben für das Projekt Kirche und Pfarrzentrum den Landeskulturpreis erhalten. Für Bürgermeister Franz Dobusch ist der Stadtteil Auwiesen mit dem Pfarrzentrum nun fertig gebaut, ein „Haus der Nächstenliebe“ wäre hinzugekommen. Ehrenamtliche Mitarbeiter/innen haben nach dem Festakt 450 Gäste mit bodenständiger Kost bewirtet. Männer und Frauen schwitzten bei diesem ersten Bewährungstest gemeinsam und zu gleichen Teilen in der Küche.