Ausgabe: 1999/41, Irak, Pilgerfahrt, Abraham, UNO, Albright, Rom
12.10.1999
- Walter Achleitner
Seit Wochen wird darum gerungen, ob Johannes Paul II. Anfang Dezember zur Pilgerfahrt in den Irak aufbrechen kann oder nicht. Denn Ur, die Heimatstadt Abrahams, steht an erster Stelle jener für den Glauben bedeutenden Orte, die der Papst zum Beginn des neuen Jahrtausends gerne besuchen will. Doch laufend werden neue Hindernisse gemeldet. Mehrfach brachte US-Außenministerin Albright in Rom die Bedenken des Weißen Hauses vor. Nun soll Bagdad, das sich bisher am Besuch sehr interessiert gezeigt hat, den Eintrittspreis erhöht haben. Die Ankunft – per Flugzeug – sei nur möglich, wenn der Papst bei der UNO die Aufhebung des 1990 verhängten Flugverbots erreicht. Da hatte es Abraham noch leicht. Ohne Wenn und Aber ist er losgezogen. Er war eben „ein heimatloser Aramäer“.