Vom 23. bis 26. Oktober 1998 tagte in Salzburg die Delegiertenversammlung zum Dialog für Österreich. Ein Jahr danach wird da und dort Bilanz gezogen. So auch in der Linzer Pfarre St. Magdalena, heuer am 17. Oktober. Wir bringen daraus Aussagen von Mag. Anton Achleitner.
Man muss den günstigen Augenblick beim Schopf packen. Das II. Vatikanum war so einer, dann die Situation nach der Affäre Groer, und auch in Salzburg beim Delegiertentag 1998 war dies zu spüren. Seither ist in der Öffentlichkeit wenig passiert. Das hat seinen Grund auch in der Demokratieverdrossenheit. Aber es wird gearbeitet. So ist mit der Ausbildung von Frauen für Dienste begonnen worden, die sonst Männern vorbehalten sind . . .Der Papst ermutigte die Österreicher: Gebt den Dialog nicht auf. Das ist zu unterstreichen. Das heißt aber auch, er muss ergebnisoffen sein. . .Eine Ordensregel empfiehlt, wenn im Orden eine wichtige Entscheidung zu treffen ist, dann soll zunächst der Geringste unter den Brüdern befragt werden. Denn der ist auch wichtig. Dies wäre eine Regel für die Kirche . . .
Mag.AntonAchleitner, Pfarrmoderator in Langholzfeld und Vorsitzender der „Plattform Wir sind Kirche OÖ“, die das Kirchenvolksbegehren trug.