Ausgabe: 1999/42, Stolpersteine, Stolpersteine in der Bibel, Ursulinenhof
19.10.1999
- Kirchenzeitung der Diözese Linz
eweils über 200 Interssierte kamen zu den beiden ersten Veranstaltungen der ökumenischen Reihe „Stolpersteine in der Bibel“, die zur Zeit im Ursulinenhof Linz läuft.
Auf erfreuliches Interesse stößt auch die diesjährige ökumenische Reihe „Stolpersteine in der Bibel“ im Linzer Ursulinenhof. Deutlich wurde bei den ersten Veranstaltungen auch eines: Der Unterschied zwischen katholischer und evangelischer Kirche wird von vielen Menschen nicht mehr als Unterschied empfunden, zumindest nicht als unüberwindlicher Unterschied. Die Kontroversen zwischen den beiden Schwesterkirchen in der Lehre wären nicht mehr aufrecht zu erhalten, meinte der evangelische Theologe Dr. Christian Bünker bei der Veranstaltung am 11. Oktober 1999. Der Linzer Caritas-Wissenschafter Markus Lehner betonte, die Kirchen hätten keinen Alleinanspruch auf caritatives Engagement. Man sollte sich im Gegenteil freuen, wenn sich auch Menschen aus anderen Motivationen als den christlichen im Dienst an Menschen einsetzen.Für den Koordinator der Stolperstein-Reihe Dr. Franz Kogler ist das Konzept jedenfalls aufgegangen. Menschen wollen ihre Fragestellungen von verschiedenen Seiten und Ansätzen beleuchtet wissen. Trotz kontrovereller Standpunkte stünde das Verbindende bei den Bibelgesprächen im Vordergrund. Am letzten Abend der Reihe Stolpersteine in der Bibel geht es um die Frage, was sich mit der Bibel beweisen und nicht beweisen lässt.