Wovor uns Gott bewahre und was er uns bewahren möge…
Diözesantag der Kath. Frauenbewegung in der Welser Stadthalle
Ausgabe: 1999/42, Wels, KFB, Diözesantag
19.10.1999
- Martin Kranzl-Greinecker
Rund 900 Gäste folgten letzten Samstag der Einladung der Kath. Frauenbewegung zum Diözesantag in Wels. Das Thema der Veranstaltung lautete „Gott bewahre“.
Ursprünglich wollte die Kath. Frauenbewegung(KFB) ihren Diözesantag diesmal gemeinsam mit der Kath. Männerbewegung (KMB) durchführen. Finanzielle Probleme bei der KMB vereitelten den Plan und so feierten die Frauen ihr Fest alleine. Natürlich kamen auch Männer: Diözesanbischof Aichern ebenso wie Landeshauptmann Pühringer (neben einer Reihe anderer Ehrengäste), dazu viele Geistliche Assistenten der KFB und der Hauptreferent des Tages, Dr. Heribert Fischedick.Der altkatholische Priester und Psychotherapeut aus Hamburg näherte sich dem Thema „Gott bewahre“ aus biblischer Sicht. Keinesfalls könne das bedeuten, dass alles so bleiben soll, wie es ist. Unsere Zeit beklagt Glücksverlust, der Gesellschaft fehlt es an Wärme, so Fischedick. Umso wichtiger sei es, sich auf das „Wirkliche“ im Leben zu konzentrieren.Der Frage nach dem Wesentlichen spürte bereits am Beginn des Diözesantages ein Musiktheaterstück nach. Frauen präsentierten dabei „Werte“ (vom Computer bis zur Topmode, vom Handy bis zur Lottomillion), von denen viele hoffen, dass Gott sie bewahren möge. Schauspieler Franz Strasser stellte diesen Werten einen Text des Propheten Jesaia gegenüber, der Vergötzung beklagt.–KFB-Diözesanleiterin Margit Hauft eröffnete beim Diözesantag die Imagekampagne „Bewegt – Beherzt – Begeistert.“ Bis zum kommenden Jahr möchte die KFB mit der Kampagne die Zahl ihrer Mitglieder um knapp 3000 auf 60.000 erhöhen. Ein anderes Ziel der KFB-Arbeit ist derzeit die Finanzierung eines Frauentreffs in Mostar (Bosnien-Herzegowina).